szmmctag

  • Sticky Wo ist mein Schiff?

    dmkn

    Die Gesamtübersicht zeigt alle aktuell empfangbaren AIS Signale ( Echtzeit ) ausschließlich deutscher Marineschiffe. Die Übersicht ist abgestellt auf die aktuell befahrenen Seegebiete*.

    (*) Signale der Schiffe und Boote in UN-, EU-, NATO- Einsätzen bzw. -Manövern sind in der Regel nicht empfangbar. Ausnahmen im Mittelmeerraum bestätigen die Regel.

    "Go to Vessel" zeigt alle aktuell georteten AIS Signale.


    freundeskreis nrw2

  • Marine? "Vom Bund ein Verein!"

    SPD, Grüne und Linke sind sich weitgehend einig, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken. "Weil Jugendliche durchaus in der Lage sind, komplexe politische Zusammenhänge zu verstehen".

    Sergeant Onken von der N-Joy PISA- Polizei hat das mal kontrolliert:

    So. Und jetzt geh ich ein bisschen mit meinem Rekruten basteln.

  • Seebataillon zeigt im Persischen Golf was es kann

    Bahrain, 21.10.2014

    Mit über 50 weiteren Nationen mit fast 10.000 Marinesoldaten nimmt das Seebataillon an einer Großübung der US Navy im Persischen Golf teil. Über zwei Wochen müssen die Soldaten aus Eckernförde ihr Können unter Beweis stellen.

    Ein Minentaucher, der Objekte am Meeresboden untersucht.

    Schwierige Suche (Quelle: Bundeswehr / Minentaucherkompanie)
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    Mittlerweile jährlich veranstaltet die 5. Flotte der US Navy in Bahrain die Großübung International Mine Counter Measures Exercise (IMCMEX). Auch in diesem Jahr beteiligt sich eine große Anzahl deutscher Marinesoldaten an der Übung.

    Wappen der Großübung International Mine Counter Measures Exercise und Seebataillon.

    Wappen der Großübung IMCMEX und
    des Seebataillons
    (Quelle: 2014 Bundeswehr / Seebataillon)
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    Ziel des Manövers ist es alle Komponenten der Minenabwehr gemeinsam im internationalen Rahmen zu üben und die multinationale Partnerschaft zu stärken. An der Übung nehmen neben NATO-Partnern auch Nicht-NATO-Staaten teil. Dies stellt die Marinesoldaten vor eine zusätzliche Herausforderung. Die NATO arbeitet mit den gleichen Verfahren und Abläufen, was die Zusammenarbeit vereinfacht. Diese Harmonisierung gibt es jedoch mit anderen Staaten nicht.

    Die Übung fördert nicht nur die reibungslose internationale Zusammenarbeit, sondern soll auch für eine Verbesserung der Abläufe zwischen dem operationellen und unterstützenden Personal sorgen. Das Manöver findet zusätzlich in einem politisch und wirtschaftlich wichtigen Gebiet statt. Der Persische Golf und die angrenzenden Seegebiete, wie die Straße von Hormus, sind für den internationalen Schiffsverkehr elementar.

    Minentaucher setzen eine Drohne vom Typ

    Minentaucher setzen die "Remus" Drohne
    zu WasserGrößere Abbildung anzeigen

    Nicht nur die arabische sondern die weltweite Öl- und Gasversorgung findet über die Seewege im und um den Persischen Golf statt. Zusätzlich gibt es durch Konflikte der Anrainerstaaten einige alte Seeminen, die zu einer Gefährdung des Seeverkehrs führen können. Die Marinesoldaten, speziell die Taucher, werden hier vor eine große Herausforderung gestellt, da das Seegebiet eine einzigartige Unterwasserbeschaffenheit aufweist.

    Das Seebataillon aus Eckernförde nimmt mit fast 40 Soldaten an dieser Übung teil. Dazu gehören die Minentaucher, Unterwasserdrohnentrupps, Unterstützungspersonal und Soldaten, die im internationalen Übungshauptquartier eingesetzt werden. Die Soldaten von der Förde werden Mitte November zurück erwartet.

    Autorin: Julia Ude
    Quelle: www.marine.de

    Die Remus- Drohne:

    Eine Grafik des autonomen Unterwasserfahrzeuges REMUS 100 mit Beschreibung der Bauteile.
    Grafik: Bundeswehr / Seebataillon

  • Mein Beruf: Sonarmeister

    In See, 20.10.2014

    Hauptbootsmann Patricia H. ist Sonarmeister an Bord des Minenjagdbootes Homburg. Auf See laufen bei ihr in der Operationszentrale alle Fäden für das Über- und Unterwasserlagebild zusammen. Während der Minenjagd steuert sie außerdem die Unterwasserdrohne Seefuchs.

    Soldatin in Operationszentrale von Minenjagdboot

    Verantwortungsvolle Aufgabe: Hauptbootsmann Patricia H. steuert aus der
    OPZ die Unterwasserdrohne
    (Quelle: Bundeswehr/Hannemann/Jane Hannemann)
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    Eine Mine sieht im Sonar aus wie ein riesiger Hamburger, beschreibt die Frau Hauptbootsmann anschaulich, als sie erklärt, was sich auf den Bildschirmen der Operationszentrale, kurz OPZ, während der Minenjagd abspielt. Als Sonarmeister ist sie unter anderem für die Sonartechnik an Bord der Homburg verantwortlich.

    Das Sonar sendet Schallimpulse aus, die von verschiedenen Objekten unter Wasser unterschiedlich reflektiert und in optische Signale umgewandelt werden. So können wir Gegenstände orten, identifizieren und ihre Entfernung zum Boot bestimmen. Diese Informationen fließen ins Gesamtlagebild ein und werden auch für die Kartierung genutzt,beschreibt H. die empfindliche Technik. Um das Sonar einzustellen, muss man dafür auf viele Umweltparameter achten, beispielsweise auf die Beschaffenheit des Meeresbodens, die Wassertemperatur und den Seegangergänzt sie.

    Stein, Waschmaschine oder Mine?

    Wird eine Mine oder ein minenähnliches Objekt durch das Sonar detektiert, kommen Minentaucher oder die Unterwasserdrohne Seefuchs zum Einsatz. Über ein Lichtwellenleiterkabel kann ich die Drohne aus sicherem Abstand nah an das Objekt heranfahren. Mit Hilfe der eingebauten Kamera können wir so sehen, ob es sich tatsächlich um eine Mine handelt, und diese bei Bedarf mit dem Seefuchs auch sprengen,erklärt die Zeitsoldatin.

    Manchmal stellt sich dann heraus, dass es sich nur um einen Stein handelt. Wir haben aber auch schon Kurioses, wie beispielsweise ein Schiffswrack und eine verschrottete Waschmaschine, gefunden, berichtet die erfahrene Sonarmeisterin. Die Unterwasserdrohne gibt es in zwei Ausführungen – mit und ohne Sprengladung. Wenn es sich tatsächlich um eine Seemine handelt, können wir die Drohne nutzen, um die Mine zu sprengen, beschreibt sie das Vorgehen.

    Von der Straße aufs Wasser

    Ich liebe meinen Job,sagt die Frau Hauptbootsmann, die vor ihrer Verwendung in der Unterwasseroperation zunächst als Kraftfahrer bei der Marine einstieg und auch die Qualifizierung zum Berufskraftfahrer erwarb. Damals wollte ich vor allem erstmal eine Ausbildung machen. Ich bin aber zur Marine gegangen, um zur See zu fahren. Mich hat das Wasser schon immer fasziniert. Deswegen war ich froh, als ich dann in den Unterwasseroperationsdienst wechseln konnte, ergänzt sie freudestrahlend.

    Besonders gerne blickt sie auf ihre Zeit auf dem Unterseeboot U33 zurück. Auf diesem wechselte sie auch in die Feldwebellaufbahn und absolvierte eine Einsatzvorbereitung. Da hat man das Rauschen des Meeres immer gehört. Das war ein schönes Gefühl und einfach etwas ganz Besonderes. Patricia H. hofft nun, auch als Berufssoldatin übernommen zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dann nochmal auf ein U-Boot zu gehen und dort auch Einsätze mitzufahren,ergänzt die Frau Hauptbootsmann.

    Ihr Weg

    Beruflicher Werdegang
    1. und 2. Monat Allgemeine Grundausbildung
    3. Monat Erwerb des Führerscheins Klasse CE
    ab 4. Monat Schirrmeisterunteroffizier
    8. Monat Fachlehrgang 1 zum Kraftfahrbetriebsmaat
    ab 10. Monat Unteroffizierlehrgang 1
    2. Jahr Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung zum Berufskraftfahrer (IHK)
    3. Jahr Wechsel zur Verwendungsreihe Unterwasseroperationsdienst: Grundausbildung und Fachlehrgang 1, Ausbildung zum Sonarmaat für U-Boote der Klasse 212 A
    4. und 5. Jahr Sonarmaat auf U-Boot U33: Einsatzvorbereitende Ausbildung im Rahmen von Konfliktverhütung und Krisenbewältigung (EAKK), mehrere Seefahrten
    6. Jahr Unteroffizierlehrgang 2, Fachlehrgang 2 zum Operationsdienstbootsmann
    7. und 8. Jahr Sonarmeister auf Minenjagdboot Fulda, Einsatzvorbereitende Ausbildung im Rahmen von Konfliktverhütung und Krisenbewältigung (EAKK), 4 Monate Standing Nato Mine Countermeasures Group 1 (SNMCG1)
    9. Jahr 23. Und 24. Kontingent UNIFIL in Limassol, Zypern Stabsdienst: Planung und Unterstützung des Stabes, eine Woche als Unterstützung der OPZ auf Schnellboot Frettchen mit Besatzung Zobel
    10. Jahr Sonarmeister auf dem Minenjagdboot Homburg, Einsatzvorbereitende Ausbildung im Rahmen von Konfliktverhütung und Krisenbewältigung (EAKK), 4 Monate Standing Nato Mine Countermeasures Group 2 (SNMCG2)

    Autor: Ulrike Jenssen
    Quelle: bundeswehr.de

  • Ich bin iM EINsatz: Vom Schreibtisch ins Cockpit und wieder zurück

    Djibouti, 20.10.2014.

    Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie "Mein Einsatz" stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

    Kapitänleutnant Stefan G. sitzt als Leiter Einsatzflugbetrieb oft am Schreibtisch

    Kapitänleutnant Stefan G. sitzt als Leiter Einsatzflugbetrieb oft am Schreibtisch
    (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Harz)Größere Abbildung anzeigen

    Mein Name ist Kapitänleutnant Stefan G. und ich bin 40 Jahre alt. 1993 habe ich als Tastfunker meinen Dienst in der Marine angetreten. Heute ist mein Heimatverband das Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" in Nordholz. Dort bin ich mitverantwortlich für die taktische und technische Weiterentwicklung des Seefernaufklärers P-3C "Orion".

    Djibouti ist mittlerweile fast zu meinem Zweitwohnsitz geworden. Seit 2003 beteilige ich mich an Einsätzen wie Operation Enduring Freedom - und Atalanta. Es ist mein zehnter Einsatz hier, und in diesem Jahr bereits der zweite.

    Zurzeit bin ich jedoch erstmals in einer Führungsposition am Boden und nicht als ständiges Besatzungsmitglied auf dem Flieger eingesetzt. Eine völlig neue Erfahrung.

    Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

    Zum zehnten Mal in Djibouti im Einsatz: Kapitänleutnant Stefan G.

    Zum zehnten Mal in Djibouti im Einsatz: Kapitänleutnant Stefan G.
    (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Harz)Größere Abbildung anzeigen

    Die Arbeit als Leiter Einsatzflugbetrieb empfinde ich als sehr facettenreich, verantwortungs- und anspruchsvoll. Meine Aufgabe beinhaltet beispielsweise die Flugauftragserteilung, die Flugsicherheit zu gewährleisten und an der monatlichen Planung der an Atalanta beteiligten Flugzeuge mitzuwirken.

    Dabei arbeite ich sehr eng mit den Soldaten der verbündeten Nationen zusammen. Nur so ist eine solide Planung der Verfügbarkeit des "Jester", wie das Rufzeichen der P-3C lautet, gewährleistet. Vorgeschriebene Wartungszyklen und gesetzliche Ruhezeiten für die Besatzung sind dabei die gravierendsten Stellgrößen.

    Stefan G. kennt sich auch im Flieger bestens aus

    Stefan G. kennt sich auch im Flieger bestens aus
    (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Harz)Größere Abbildung anzeigen

    Zudem bin ich als Besatzungsmitglied in der Lage, bei einem Personalausfall (durch Krankheit o.ä.), die Crew im Flugdienst zu unterstützen. Das ist für mich eine willkommene Abwechslung.

    Einen typischen Tagesablauf gibt es für mich hier ebenso wenig, wie für alle anderen Soldaten unseres Teams. Unregelmäßige Flugzeiten und die Behebung eventueller Störungen machen eine geregelte Dienstzeit schlicht unmöglich.

    Als Leiter Flugbetrieb möchte ich gleichzeitig nahe am Geschehen und am Team unserer Einsatzgruppe sein. An Flugtagen bin ich daher mindestens zweieinhalb Stunden vor dem Start auf dem Flugplatz.
    Dann begleite ich das taktische Briefing der Besatzung und gebe sicherheitsrelevante Informationen oder operative Lagehinweise an sie weiter. Während "Jester" für etwa neun Stunden seinen Auftrag erfüllt, bleibe ich dann am Boden, um als Ansprechpartner vor Ort zu fungieren.

    Nach der Landung hole ich mir ein Feedback des Tactical Coordinators - und des Kommandanten. Anschließend informiere ich internationale sowie nationale Stellen über den Klarstand des Flugzeugs, seine Auftragsdurchführung und gegebenenfalls Änderungen für künftige Aufträge. Sollte die P-3C mit einer technischen Störung gelandet sein, so bleibe ich meist bis zur erfolgreichen Beseitigung vor Ort.

    Der Kontakt zu allen Kontingentangehörigen ist sehr persönlich - ein Umstand, den ich sehr schätze. Leider empfinde ich diesen engen Kontakt zwischen Besatzung und Technik am Heimatstandort oft als nicht ganz so intensiv wie hier in Djibouti.

    Auch an "flugfreien" Tagen gibt es keine Routine. Hier eine Besprechung, da ein neuer Auftrag. Ich stelle mich dem Tag mit seinen immer wieder neuen Herausforderungen offen und motiviert.

    Ein Mann und

    Ein Mann und "sein" Flugzeug - Stefan G. und der "Jester"
    (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Harz)Größere Abbildung anzeigen

    Persönlich denke ich, dass der Einsatz eines "Maritime Patrol And Reconnaissance Aircraft", wie unseres "Jester" -, auch in Zukunft ein unverzichtbares Einsatzmittel sein muss. Die flexiblen Einsatzmöglichkeiten, die Anzahl und der Einsatz spezifischer Systeme, die Erfahrungen und Expertisen der Menschen an Bord, sowie die Abdeckung eines so großen Einsatzgebietes, kann so durch kein anderes Waffensystem abgebildet werden.
    Mit den Aufklärungsflügen über die "Area of Operation" -liefern wir den Schiffen und der Führung der Operation wertvolle Informationen und steuern so einen wichtigen Teil zur Auftragserfüllung bei.

    Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

    Der starke Rückgang der Piraterie ist sicher nicht nur auf die internationale militärische Präsenz zurückzuführen. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Dass wir Präsenz zeigen, beruhigt die zivilen Seefahrer sehr. Wir sind für sie so etwas wie ein erweiterter Ausguck.
    Dem sind sich alle Angehörigen der Einsatzgruppe, ob Logistiker, Techniker oder Flieger, bewusst. Alle ziehen an einem Strang, das macht mich stolz.

    Ich habe den Eindruck, dass die Motivation unter den Soldaten trotz oder gerade wegen des Selbstmordattentats in Djibouti vom Mai 2014 extrem hoch ist. Für unser Kontingent bin ich mir sicher, dass sich jeder Einzelne die Frage stellt: Welches Risiko ist vertretbar, um meinen Auftrag, bei dem es auch um Leib und Leben von Kameraden gehen kann, zu erfüllen? Es ist ganz egal, ob im Luftfahrzeug, in der Technik oder im "Alltag": Die Einsatzbedingungen stellen immer eine andere, eben eine besondere Art der Herausforderung dar.

    Das vermisse ich hier am meisten.

    Ich vermisse hier vieles, besonders den direkten Kontakt zu meinem sozialen Umfeld in Deutschland. Auch würde ich mich gerne einmal wieder aufs Fahrrad setzen, um den Kopf ganz frei zu bekommen. Eine Scheibe Schwarzbrot und eine Tasse guten Kaffees wären auch schon eine willkommene Abwechslung.

    Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

    Mein Ziel ist, dass wir nach wie vor hervorragende Aufklärungsergebnisse an die übergeordneten Dienststellen melden können und "Jester" weiter so verlässlich bleibt. An erster Stelle wünsche ich mir allerdings, dass jeder sich im Einsatz befindliche Soldat unversehrt und gesund nach Hause kommt.

    Autor: Stefan G.
    Quelle: einsatz.bundeswehr.de

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