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  • Sticky Wo ist mein Schiff?

    dmkn

    Die Gesamtübersicht zeigt alle aktuell empfangbaren AIS Signale ( Echtzeit ) ausschließlich deutscher Marineschiffe. Die Übersicht ist abgestellt auf die aktuell befahrenen Seegebiete*.

    (*) Signale der Schiffe und Boote in UN-, EU-, NATO- Einsätzen bzw. -Manövern sind in der Regel nicht empfangbar. Ausnahmen im Mittelmeerraum bestätigen die Regel.

    "Go to Vessel" zeigt alle aktuell georteten AIS Signale.


    freundeskreis nrw2

  • EAV 15 | Marine nimmt Fischerboot unter Beschuss

    Kapstadt.

    Das war ein aufregender Mittwochmorgen für den Berufsfischer Anthony Day.

    Um 02:30 Ihr Ortszeit verließ er mit seinem 28- Fuß- Kutter und einer neunköpfigen Crew den Hafen von Struisbaai. Wohl wissend, dass die südafrikanische Marine gemeinsam mit der Deutschen Marine Schießübungen vor Cap Agulhas durchführen und dabei auch ein ferngesteuertes ( Opfer- ) Boot eingesetzt wird, steuerte er in die entgegengesetzte Richtung der Denel Testing Missile Range vor De Hoop.

    Etwas später näherte sich ein Schiff. Das Nächste, woran sich Anthonay Day erinnert: "Plötzlich gab es drei schnell aufeinander folgende, großkalibrige Schüsse, die knapp 15 m vor meinem Boot im Wasser landeten". Die Schüsse seien so laut gewesen, dass ihm seine Ohren weh getan hätten und er hätte den Geruch von Schießpulver wahrgenommen.

    In seiner Panik schaltete Day alle Positions- und Ankerlichter an Oberdeck an, um zu zeigen, dass er "nur ein Fischerboot" sei und versuchte, einen Funkkontakt zu dem "Angreifer" herzustellen. Vergebens. Also kontaktierte Day die Behörden in Kapstadt, die wiederum versuchten, den Marineverband ans Funkgerät zu bekommen.

    Das gelang wohl auch, denn Anthony Day erhielt kurz danach die Info aus Kapstadt, der Beschuss wäre versehentlich erfolgt. Gegenüber der Tageszeitung CAPE TIMES erklärte sowohl die SAN als auch die Deutsche Marine, man würde den Fall untersuchen und zeitnah eine Erklärung abgeben.

    Wer die Schüsse abgab, SAN oder Deutsche Marine, ist noch unklar. Wir stehen mit der CAPE TIMES ohnehin in Kontakt und bleiben am Thema dran.

  • Ich bin „Seahake“

    Eine lange Reise aus der Sicht eines Schwergewichtstorpedos

    Tarent, 26.03.2015.
    Das Wichtigste an einem Schießabschnitt ist nicht nur ein einsatzklares Boot mit einer Besatzung, sondern vor allem funktionierende Übungsgeräte. Exemplarisch erzählt der folgende Artikel die Lebensgeschichte aus der Sicht eines DM2A4 „Seehecht“ Übungstorpedos von seiner „Geburt“ bis zum Abschalten in See.

    Ein Lastenkran bewegt den preparieten Torpedo.

    DM2A4 „Seahake“ Übungstorpedo am Haken
    (Quelle: 2015 Bundeswehr / Christian Michalski)Größere Abbildung anzeigen

    Zum Leben erweckt wurde ich zum ersten Mal in Laboe, als mein Sensorkopf einem Funktionstest unterzogen wurde. Nach einer langen und intensiven Wartung aller Einzelteile bauten mich die Techniker des Munitionsdepots mit viel Fingerspitzengefühl zusammen und testeten all meine Funktionen. Ich bestehe aus mehreren Sektionen wie Motor, Batterie, Computer und Sensor.

    Die Übungstorpedos werden in das Uboot „U 33“ verladen.

    Die „Aale“ werden in das Uboot verladen
    (Quelle: 2015 Bundeswehr / Christian Michalski)
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    Da ich ein Übungsgerät werden sollte, hat man den hochexplosiven Sprengstoffteil gegen eine starke weiße Lampe ausgetauscht. Meine Vitalwerte schienen stabil und so schob man mich in einen Transportbehälter. Mit meinen vielen „Geschwistern“ wurde ich aus Kiel bis nach Tarent gefahren, um dort der Star bei einem großen internationalen Schießen namens Blue Seahake (Blauer Seehecht) zu sein. Meine Batterie ist nämlich die größte und neueste gewesen, die zum Üben zur Verfügung stand.

    In Tarent checkten mich die mitgereisten Techniker aus Laboe noch einmal durch, bevor sie mich in die Obhut der Besatzung DELTA gaben. Notwendig dafür ist eine Beladebühne. Diese wurde vom Tender „Main“ mit nach Tarent gebracht und von Mitarbeitern des Marinearsenals Kiel und der Systemunterstützungsgruppe (SUG) aus Eckernförde betreut, sowie auf- und wieder abgebaut. So legten mich die Soldaten der SUG auf der Bühne ab und ich verschwand im Rumpf von „U 33“. Der Sonarmeister und der Waffenoffizier schoben mich dann in Torpedorohr vier. Doch ich war nicht allein: neben mir waren noch andere Rohre beladen.

    Teilnehmer des Blue Seahake verabschieden den Kommandeur des 1. Ubootgeschwader Fregattenkapitän Jens Grimm.

    Verabschiedung von Fregattenkapitän Jens Grimm
    (Quelle: 2015 Bundeswehr / Christine Kreuzer)
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    Hoher Besuch

    Interessiert schaut Admiral Jean Martens in die Zentrale von „U 33“. Der Kommandeur der Einsatzflottille 1 aus Kiel ist extra nach Tarent gekommen, um eine Schießnacht an Bord von der Ubootunterstützungseinheit „Main“ und von „U 33“ mitzuerleben. Nachdem er mit dem Schlauchboot an Bord gebracht wurde, nahm sich Admiral Martens Zeit für Gespräche mit der Besatzung und verschaffte sich einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit des Waffensystems U 212 A und seiner Besatzung.

    Als „U 33“ das Schießgebiet erreicht hat, kommt auch schon das Signal, sich zu positionieren. Auf dem Programm steht ein Schuss über eine sehr weite Distanz auf ein schwer zu ortendes Ziel. Die Schussvorbereitungen laufen. Entfernungen werden ermittelt. „Die kleinen Symbole stellen die synthetische Lage dar, wie wir die Fahrzeuge an der Wasseroberfläche fahren sehen", erklärt der Wachoffizier (WO) und der Kommandant ergänzt: „Herr Admiral, wir beabsichtigen mit Torpedo vier auf eine italienische Ujagd-Fregatte zu schießen." Gespannt wartet die Zentrale auf die Freigabe des Schießleiters. Dann plötzlich gibt der Kommandant den Angriffsbefehl und gleichzeitig das Startsignal zu einer sehr langen Torpedofahrt.

    Ein Torpedo-Bergeboot liegt an Oberdeck des Tenders „Main“.

    Ein Torpedo-Bergeboot an Oberdeck des
    Tenders „Main“
    (Quelle: 2015 Bundeswehr / Christine Kreuzer)
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    Das Leben geht weiter

    Langsam wurde es nass am Bauch. Ich merkte, wie Wasser ins Torpedorohr floss. Ständig fütterte das System meinen Computer mit Daten. Ich erstellte mir eine kleine Karte, auf der ich genau den Weg einzeichnete. Plötzlich ein lautes Geräusch und mit einem Ruck wurde ich in die schwarze Nacht herausgedrückt. Ich legte eine weite Strecke zurück, bis ich schließlich die Fregatte am Ende meines Weges fand.

    Ich konnte den Schiffsrumpf sehen, als meine Lampe ihn während des Unterlaufes anleuchtete. Jetzt schwimme ich hier im Wasser neben dem „Main“ und warte, bis mich das kleine Schlauchboot abholt. Dann muss an Bord meine Batterie noch ein wenig gekühlt werden, aber die Spezialisten dafür sind ja vor Ort.

    Dann wird mich die SUG wieder abholen und ich werde zur Klarmachstation gebracht. Meine Batterie kann man leider nicht mehr aufladen, aber aufgrund der modularen Bauweise kann ich einfach eine andere bekommen, wenn meine Einzelteile nach dem umfangreichen Wartungsdurchlauf wieder zusammengebaut werden.

    Das Uboot „U 33“ läuft aus.

    „U 33“ passiert beim Auslaufen den
    italienischen Manöverteilnehmer „Margottini“
    (Quelle: 2015 Bundeswehr / Christian Michalski)
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    Alle sind zufrieden

    Zurück auf der Pier zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Admiral Martens fand lobende Worte nicht nur für die Leistung der Besatzung von „U 33“ und die des „Main“, sondern auch für mich. Am Vortag hatte er sich bereits ein Bild von der Arbeit an Bord des „Main“ gemacht. Das Ziel wurde erreicht, die italienische Fregatte simuliert bekämpft. Ohne die reibungslose Zusammenarbeit und perfekt vorbereitete Logistik wäre ein Schießabschnitt in diesem Rahmen mit elf geschossenen Torpedos nicht möglich gewesen.

    Bilder

  • Mission accomplished

    finke_polizeiwagenmass

    Er hielt brennende Polizeiautos und Sabotageakte gegen die Bundeswehr für "vertretbar". Karsten Finke, Bochumer Ratsmitglied in Reihen der Partei Bündnis 90 / Die Grünen, ist bekennender Radikalist und eckte schon mehrfach mit seinen Äußerungen an ( wir berichteten ).

    Während die beiden Zeitungen in Bochum sehr verhalten über Finkes Entgleisungen schrieben, wurde der Journalistenblog der Ruhrbarone, die das Ratsmitglied "Revolutionsdarsteller" nennen, schon etwas deutlicher.

    Natürlich nutzte auch ich ein weiteres regionales Medium, um Bündnis 90 / Die Grünen in Bochum aus ihrem Dämmerschlaf aufzuwecken ( Beitrag im Lokalkompass ).

    Gestern warf Finke das Handtuch und legte ( endlich ) sein Mandat nieder.
    Die Ruhr Nachrichten berichteten ausführlich.

    Mission accomplished.

  • "Als Matrose sage ich schlicht: Danke Kiel!"

    Kiel, 25.03.2015.
    Kiel und die Marine - diese Beziehung ist aus vielen Köpfen nicht mehr wegzudenken. In dieser Woche findet in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt eine mehrtägige internationale Tagung mit dem Titel: "Kiel und die Marine: 1865 - 2015. 150 Jahre gemeinsame Geschichte" statt. Auf dem Empfang im Ratssaal des Kieler Rathauses sprach der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, zum Auftakt der Tagung ein Grußwort, in dem er die Signifikanz des Standorts Kiel betonte.

    Der Marinestützpunkt Kiel im Jahre 1962 mit dem Tirpitz-Hafen im Hintergrund.

    Der Marinestützpunkt Kiel im Jahre 1962 (Quelle: Bundeswehr / Archiv)
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    Am Abend des 24. März empfingen Vertreter der Stadt im Ratssaal des Kieler Rathauses geladene Gäste zum Empfang der internationalen Tagung "Kiel und die Marine: 1865 - 2015. 150 Jahre gemeinsame Geschichte". Eben an diesem Tag vor 150 Jahren fasste die Preußische Marine den Entschluss, die Marine von Danzig nach Kiel zu verlegen. Dieser Tag war der Beginn einer ununterbrochenen gemeinsamen Geschichte. Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen. Die Stadt Kiel wurde seitdem durch den Einfluss der Marine geprägt und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum wichtigsten Wirtschaftszentrum in Schleswig-Holstein.

    Gemeinsame Geschichte mit dunklen und hellen Seiten

    Luftaufnahme des Marinestützpunktes Kiel im Jahre 1962.

    Luftaufnahme des Marinestützpunktes Kiel im Jahre 1962
    (Quelle: Bundeswehr / Archiv)Größere Abbildung anzeigen

    Zum 150. Jubiläum sprach Admiral Brinkmann ein bildhaftes Grußwort an die Festgesellschaft im Kieler Rathaus, in dem er sich bei der Stadt Kiel für die 150 Jahre bedankte. Er verglich diese besondere Art der Beziehung mit einer Ehe, die teils von Herzklopfen aber auch von Herzrhythmusstörungen geprägt ist. So beschrieb der Stellvertreter des Inspekteurs der Marine die historische Entwicklung beider Seiten, die gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt haben.

    Des Weiteren betonte er die derzeitige gute Zusammenarbeit zwischen der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt und der Marine. Dabei verwies er auf gemeinsame Veranstaltungen, wie beispielsweise die Kieler Woche, bei denen beide Seiten als Botschafter für die Welt fungieren und für Weltoffenheit, Toleranz und die friedliche Verständigung zwischen den Völkern werben. Ebenfalls sprach Brinkmann die gestiegenen Anforderungen an die Marine in der Welt und die damit zusammenhängende maritime Abhängigkeit Deutschlands an. "Die einst große - jetzt kleine Marine steht immer noch mitten im politischen Geschehen und wird ebenfalls als Mittel dafür genutzt", so Vizeadmiral Brinkmann.

    Schleswig und Holstein - Kiel und Matrosen

    Insgesamt betitelte Admiral Brinkmann die Beziehungen als unteilbar. Mit den Worten: "Die Herzogtümer Schleswig und Holstein wurden einst 1460 mit den Worten "up ewig ungedeelt" festgeschrieben. Vielleicht ahnte man schon, dass dieser Grundsatz auch einmal das Verhältnis der Stadt Kiel zu seiner Marine beschreiben würde". Folglich beendete er sein Grußwort mit der Danksagung: "Als Matrose sage ich schlicht: Danke Kiel!".

    Quelle: www.marine.de
    Autor: Karl- Moritz Habermann, PIZ Marine

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