5. März 2013 - „U 32“



Teile der Delta Besatzung von „U 32“.

Heute ist Rollendiens(t)tag.

Um „nur kein Moos anzusetzen“ werden heute wieder mehrere Wassereinbrüche und Feuer zur Übung bekämpft und auch das Tiefensteuern geübt. „U 32“ befindet sich auf Sehrohrtiefe und schnorchelt als der vierte Wachoffizier, Leutnant zur See von Körber, plötzlich laut ALAAAAARM! brüllt. Die komplette Besatzung reagiert sofort. Oberstes Ziel ist es, jetzt schnellstmöglich den für ein Uboot sichersten Verschlusszustand, den Tauchverschlusszustand, herzustellen. Das bedeutet, dass der Schnorchel, der den Diesel bis gerade eben noch mit Luft versorgt hat, über die Schnorchelklappen abgedichtet und abgestellt werden muss. Nur wenige Sekunden später ertönt von achtern die kräftige Stimme vom Schifftechnischen Unteroffizier Hans-Jürgen Zörner: Ist klar! das Zeichen für alle, dass es jetzt wieder sicher ist, die Sehrohrtiefe zu verlassen.

Parallel meldet sich der zweite Wachoffizier, Kapitänleutnant Nickelsdorf, aus dem Vorschiff und meldet: Die Freiwache ist wach und auf. Der IVWO befiehlt: Schnell auf 40 Meter gehen. „U 32“ schießt in die Tiefe und ist von der Wasseroberfläche verschwunden. Wo vor einem Wimpernschlag noch Schnorchel und Sehrohr zu sehen waren, ist nur noch eine in der Welle verschwindende Schaumspur zu erkennen. Nicht einmal eine Minute hat das ganze gedauert. Von der Besatzung werden augenblicklich alle Bilgen- und Bordverschlüsse auf eventuelle Wassereinbrüche kontrolliert. Der IVWO meldet: An den Kommandanten, der Alarm wurde ausgelöst aufgrund eines simuliert aus Sonne angreifenden Seefernaufklärers. Diesmal war es also kein Ernstfall. Nichtsdestotrotz müssen der Ablauf und die schnelle Tiefenänderung immer wieder geübt werden, damit jederzeit alle Handgriffe sitzen.

Mittagessen: Schnitzel mit Pommes und Champignonrahmsauce.

Quelle: www.marine.de